Matthias Reim: Verdammt, ich leb noch

 

Seine Fans mussten lange warten, nun ist sie da - die erste Autobiografie über Schlagerstar und Füller so mancher Klatschzeitungen Matthias Reim.

Seit Jahrzehnten hat er eine beeindruckend große Fangemeinde und ich behaupte, die hat er nicht wegen seiner Fehltritte, sondern weil er ein Typ ist der sagt was er denkt. Das schätzen seine Fans an ihm !

Gleich im Vorwort redet er tacheles und sagt, dass er das schwarze Schaf der Familie ist und dass er sein Leben lang von einer so harmonischen Ehe geträumt hat wie seine Eltern ihm diese vorlebten. "Von einer solchen Ehe habe ich mein Leben lang geträumt, und ich bin diesem Ideal immer wieder hinterhergelaufen . . ." sagt er.

Reim macht keine langen Vorreden. Er beginnt sofort mit seinem schlimmsten Tag im Leben. "Der 14. September 2001 - der Tag, der mein Leben veränderte" , dass war der Tag an dem ihm klar wurde was Mißtrauen ist und wohin ihn sein Manager geführt hatte . . .

So als wäre es ihm ein Bedürfnis gewesen dieses Kapitel schnell hinter sich zu bringen, schreibt er dann, in seiner Jugend beginnend, von seinem Traum Musiker zu werden. Seine Beschreibungen aus der "The Burden of Mankind" Zeit klingen so authentisch, weil Reim nicht einfach nur sein Leben so runterschreibt, sondern weil er immer wieder zwischendurch auch mit dem Leser plaudert.

Höhen und Tiefen wechseln sich in seinem Leben ab, wie in diesem Buch. Matthias Reim beschreibt alles. In den Fotos im Buch ist der kleine Steppke, der große Künstler, der Sohn, Bruder, Ehemann und Vater zu sehen. Reim hat so viele Facetten, viele werden durch ihn in diesem Buch sichtbar.

Das Buch ist glücklicherweise keine Ikone geworden. Es hat Ecken und Kanten, so wie der Mann der es geschrieben hat: "Ich hoffe, dass Sie auch mein Buch interessant finden. Den guten Willen haben Sie ja schon gezeigt, indem Sie es gekauft haben. Ich habe den guten Willen, was Interessantes für Sie zu schreiben. Also wird es schon klappen . . ."

 

Christian Döring

 

 

Nach oben