Stephan Sigg zählt mit seinen 27 Jahren bereits zu den erfahrenen Autoren in der christlichen Büchergilde. Der junge schweizer Theologe schreibt für Kinder und Jugendliche.

Soeben ist sein Buch 10 gute Gründe für Gott erschienen. buecherveraendernleben hatte nun Gelegenheit mit dem Autor ein Gespräch zu führen.

 

 

Wie bist Du zum christlichen Glauben gekommen?

Stephan Sigg: Der christliche Glaube hat eigentlich schon immer eine Rolle gespielt in meinem Leben. Es gibt kein Einzel-Ereignis oder keine bestimmte Situation, durch die ich zum christlichen Glauben gefunden habe - der Glaube und das Interesse an Gott und der Religion war irgendwie von Anfang an da, aber sicher waren auch da immer kritische Fragen und Einwände, die sich mir stellten und auf die ich keine Antworten hatte und das begleitet mich bis heute. Ich denke, das ist eine lebenslange Herauasforderung.

 

Welche Hoffnungen machst Du Dir, was kannst Du mit deinen Büchern beim Leser erreichen, vielleicht sogar die Welt ein Stück weit verändern?

Stephan Sigg: Ich möchte meine LeserInnen zum Nachdenken bringen. Ich will sie auf Themen und Fragestellungen aufmerksam machen, die ihnen vielleicht noch nicht aufgefallen sind. Ich möchte aber auch ein Stück weit auf Themen und alltägliche Probleme hinweisen, die unsere Gesellschaft betreffen - zum Beispiel die Fragen "Wie gehen wir mit anderen um?", "Wie gehen wir mit unserer Welt um?". Gerade junge Menschen möchte ich anregen, sich bewusst damit auseinander zu setzen, was ihnen im Leben wichtig ist und was sie aus ihrem Leben machen wollen. Wenn ich dem einen oder anderen bewusst machen kann, dass jeder von uns es in der Hand hat, die Welt ein Stück weit zu verändern und dass es deshalb auch auf jeden von uns ankommt, dann habe ich eigentlich mein Ziel erreicht.

 

Sind junge Leute die mit Gott durchs Leben laufen anderen gegenüber im Vorteil?

Stephan Sigg: Die Frage kann ich nur für mich persönlich beantworten: Für mich ist Gott eine Quelle der Hoffnung, Gelassenheit und Zuversicht. Ich weiss, dass ich mich in jeder Situation an ihn wenden kann. Gott nimmt mich, so wie ich bin - auch wenn andere Menschen mich kritisieren oder gar abwerten. Gleichzeitig kenne ich auch junge Menschen, die bis jetzt ohne Gott durchs Leben gekommen sind und deshalb nicht unglücklicher sind. Auf jeden Fall kann man ein entspannteres Leben führen, wenn man Gott auf seiner Seite weiss und auf ihn vertraut. Vielleicht nimmt man so das Leben viel bewusster wahr und erkennt, welches grosses Geschenk es ist, was wiederum die Freude am Leben und an der Welt um einiges steigert. Als Jugendlicher und junger Mensch muss man sich mit vielen Entscheidungen und Fragen beschäftigen. Wer da einen "Dialog" mit Gott führen kann, erfährt gerade in solchen herausfordernden Zeiten viel Unterstützung und Inputs.

 

Auch wenn Dein neues Buch eben erst erschienen ist, magst Du schon etwas über Deine neuen Projekte verraten?

Stephan Sigg: Über Projekte, die noch nicht abgeschlossen sind, mache ich immer ein grosses Geheimnis und verrate kein Wort - nicht einmal meiner Familie und meinen engsten Freunden :-)  So viel kann ich verraten: Ich arbeite gerade an zwei Projekten - eines für Kinder und eines für Jugendliche. Ich habe auf jeden Fall viele Ideen im Kopf und könnte fast rund um die Uhr kreativ sein. Da ich mich sehr stark vom Alltag und aktuellen Ereignissen inspirieren lasse, stosse ich regelmässig auf neue und wichtige Themen.

buecherveraendernleben bedankt sich ganz herzlich für das Gespräch mit Dir. Und wie Du ja angedeutet hast dürfen wir in Zukunft noch viel von Dir erwarten. Alles Gute Dir!

 

 

Stephan Sigg: 10 gute Gründe für Gott

 

In zehn Kurzgeschichten konfrontiert der Autor seine jugendlichen Leser mit Alltagssituationen. Diese sind lebensnah beschrieben und jeder Leser -egal ob jung oder alt- hat die Chance sich in ihnen zu finden.

Da sind beispielsweise die Teenager die sich zum DVD Abend bei der Tochter des Hauses treffen. Die Tochter findet ihre Eltern einfach nur nervig und peinlich. Ihre Gäste dagegen meinen: "Deine Eltern sind schwer in Ordnung".

Verschiedene Blickwinkel werden in diesen Geschichten sichtbar. Aber der Anspruch des Autors geht über das Unterhalten wollen hinaus. Er lädt seine Leser ein den zehn Geboten Gottes in seinen Kurzgeschichten auf die Spur zu kommen. Je nachdem wie die Leser mit den zehn Geboten vertraut sind, wird der Schweregrad sein. Aber keine Angst, auf der letzten Seite des Buches sind die Lösungen zu finden.

Erfreulich, dass der Theologe Stephan Sigg in seinen Geschichten auf missionarische Textpassagen verzichtet hat. Gott, ja nicht einmal der Glaube an ihn spielen eine vordergründige Rolle in den Geschichten und doch haben sie alle mit Gottes Geboten zu tun, wenn man sie kennt. In diesem Spannungsfeld sind die Geschichten zu lesen.

Für mich ist dieses Buch und die Idee, Jugendliche auf diesem Wege die Gebote Gottes erfahrbar zu machen, eine gute Chance sich mit dem Glauben an Gott zu beschäftigen und eventuell die Gebote Gottes mit in den Alltag zu holen.

Gabriel Verlag, ISBN 978-3-522-30237-1, Preis 14, 90 Euro

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