Philipp Mattheis:  Irgendwann passiert alles von allein

Johannes, Schenz, Leo und Sam sind Freunde, gehen noch in die Schule und machen den gewöhnlichen Blödsinn den Jugendliche heute halt so machen.

Erst als Leo seinen Freunden von einem leer stehenden Haus erzählt und die vier Jungs beschließen dort einzusteigen, kommt in ihren Alltag Bewegung. Das Haus ist wirklich leer und sie finden 100 - Mark - Scheine, das Eurozeitalter hatte noch nicht begonnen:

"Wir warfen den Stapel in die Höhe und über unseren Köpfen wehten fünf Scheine wie altes Herbstlaub durch die Luft. Es war Geld. Echtes Geld.'

Der heutige Redakteur beim Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung Philipp Mattheis erzählt seine Geschichte aus der Sicht des Johannes, so habe ich das Lesegefühl viel dichter am Geschehen beteiligt zu sein.

Die Jungs kehren noch öfter in das leer stehende Haus zurück. Welche tief greifenden Veränderungen in ihrem Leben beginnen bemerken sie nicht. Der aufmerksame Leser wird beobachten welchen Einfluß Geld auf Freundschaft haben kann.

Sehr schön erhöht Philipp Mattheis von Seite zu Seite die dramatische Komponente seiner Geschichte, die zum Schluß etwas tragisches und endgültiges an sich hat.

Dieses Jugend taugliche Buch von Philipp Mattheis zu Zeiten der anhaltenden weltweiten Finanzkrise kommt zur rechten Zeit, es zeigt sehr deutlich wie verheerend eine Überbewertung des Geldes das Leben negativ beeinflußt!

dtv, ISBN 978-3-423-24887-7, Preis 12, 90 Euro

Nach oben