Philippe Djian:  Die Leichtfertigen

Francis ist Schriftsteller, bald 60 Jahre alt und arg vom Leben gebeutelt. Seine Tochter und seine erste Frau sind vor Jahren ums Leben gekommen. Ein Verlust der noch immer sehr auf Francis lastet.

Er ist zwar inzwischen seit fast zehn Jahren mit Judith verheiratet, aber dieser Ehe geht es grad nicht gut, es gibt Spannungen, die Frau ist oft weg. In diese Situation hinein platzt die Nachricht vom Verschwinden seiner einzigen ihm noch verbliebenen Tochter Alice. Sie ist Mutter von Zwillingen, die nun beim Großvater Francis vom eigenen Vater abgeladen werden. Dabei wollte dieser doch endlich mal die Ruhe genießen. Auch wenn er nichts mehr schreibt, wollte er einfach nur seine Ruhe haben, vielleicht noch ein wenig um seine erste Ehe trauern.

Mit dem Verschwinden seiner Tochter trifft Francis jedoch auf Menschen die ihm zwar seine Ruhe nicht ermöglichen, aber zumindest mit der von ihm selbst angeheuerten Detektivin kommt wieder Leben in sein Leben.

Francis scheint nicht so ganz einfach zu sein. Er ist zwar eine von Philippe Djian gut herausgearbeitete Romanfigur, aber er ist auch ein Typ an dem man sich reiben kann. Oft sind seine Meinungen nicht meine.

Der Autor wechselt zwischen seiner Geschichte und Rückblenden aus der Sicht von Francis. Über das Leben nachzudenken kann nie schaden, aber sich mit 60 Jahren aus dem Leben zurückzuziehen kann nicht gelingen . . .

Diogenes, ISBN 978-3-257-06774-3, Preis 20, 90 Euro

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