Rebecca Stott:  Die Korallendiebin

Als der 21 - jährige Medizinstudent Daniel Connor 1815 nach Paris reist, werden ihm in der Postkutsche eine Koralle, ein Mammutknochen, sowie ein Manuskript und Notitzbücher gestohlen. Für Daniel ist sehr schnell klar, nur die geheimnisvolle mitreisende Dame, mit der er sich vor seinem Nickerchen so angeregt unterhalten hatte, kann die Diebin sein.

Dieser Roman ist keinesfalls nur ein Liebesroman. Neben der sich anbahnenden Liebe zwischen Daniel und der "Korallendiebin" nimmt die Natuwissenschaft einen breiten Raum in dieser Geschichte ein. Eben dies macht diesen Roman zu etwas besonderem, schmälert ihn jedoch keinesfalls!

Cambridgeprofessorin Rebecca Stott gelingt es sehr gut dem Leser zu vermitteln, dass sich in Paris die Zeiten grundlegend ändern. Während die Politik sich ändert, Napoleon verlässt endlich die politische Bühne, kann nun auch die Wissenschaft nachziehen. Stott setzt Politik und Wissenschaft in ein Verhältnis, dazu die Liebesbeziehung und die herrlichen Pariser Skizzen, ergeben einen lesenswerten Roman.

Besonders hat mich dieser Roman beeindruckt, weil Rebecca Stott nicht nur die Liebesgeschichte von Daniel und der "Korallendiebin" erzählt, sondern weil sie diese Geschichte nah an den politischen Veränderungen ansiedelt und nicht zuletzt, weil sie ein lebendiges Parisbild des frühen 19. Jahrhundert malt.

Blessing, ISBN 978-3-896-67339-8, Preis 19, 95 Euro

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